Nach einer gefühlten Ewigkeit hat die 1. Herren im Rahmen der Vorbereitung mal wieder ein Trainingslager abgehalten.

Von Freitag bis Sonntag sollte an der Abwehrarbeit und Offensivabläufen gearbeitet werden, als Lernzielkontrollen dienten Samstag und Sonntag Testspiele.

Leider konnten wegen diverser Verletzungen und Urlaubsabwesenheiten nicht alle Spieler teilnehmen, trotzdem wurde an allen Tagen gut gearbeitet.

Die Tischtennisabteilung stellte uns freundlicherweise ihre Hallenzeit am Freitag zur Verfügung, vielen Dank dafür, sodass der Startschuss in Adenstedt fiel.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Trainer folgte eine intensive Aufwärmübung. Anschließend wurde Björn bei diversen Übungen im Tor auf Herz und Nieren geprüft und zum Abschluss gab es ein 2vs2-Turnier.

Den Turniersieg konnten Björn und Sebastian mit einem 3:1 Sieg im Entscheidungsspiel gegen Henrik und Lars erringen.

Nach gut 2 Stunden endete die erste Trainingseinheit und bei kühlen Getränken wurde über das weitere Vorgehen des Trainingslagers und der Saison philosophiert.

 

Am Samstag ging es um 14 Uhr in der Ilseder Stadionsporthalle weiter. Nach einem kurzen Aufwärmspiel wurden verschiedene Eröffnungs- bzw. Auslösehandlungen einstudiert, Spielzüge gefestigt und die schnelle Mitte implementiert um die Defizite in der Offensive abzustellen. Im Anschluss gab es eine kleine Pause und um 17.15 Uhr folgte ein Testspiel gegen die HSG Nord Edemissen, welche aus Spielern der 2. und 3. Herren sowie A-Jugend auflief. Gespielt wurden 3x20 Minuten und das frisch trainierte sollte Anwendung finden. Die Spielzüge, die schnelle Mitte und die Auftakthandlungen wurden zwar wie gefordert gespielt, führten aber nicht wie gewünscht zum Erfolg. Fangfehler, falsche Laufwege, schlechte Anspiele und Sperren verhinderten gute Wurfsituation, wodurch wir häufig auf Einzelaktionen zurückgreifen mussten. Hierbei trafen Henrik und Fabian fast nach Belieben und weil Björn einige freie Bälle hielt blieben wir in Schlagdistanz.

Im zweiten Drittel wechselten wir viel durch, was vor allem in der eigenen Defensive für Verwirrung sorgte. Cord fügte sich im Tor jedoch ohne Probleme ein und hielt das Spiel weiter offen. Vorne kamen wir weiterhin zu vielen einfachen Toren durch Henrik und Fabian, aber spielerisch war noch Luft nach oben.

Im letzten Drittel haben beide Mannschaften mit offenem Visier gespielt. Vorne fehlte auf beiden Seiten die Konzentration im Abschluss und so wurden viele Bälle verdaddelt und führten in der zweiten Welle zu Torerfolgen.

Am Ende stand ein 27:28 auf dem Spielberichtsbogen, aber weil das Ergebnis sekundär war ging es ohne langes trauern Richtung dritte Halbzeit. Nachdem der Elektrolythaushalt vor Ort wieder aufgestockt wurde ging es ins Odinshain an die vorbereitete Tafel um uns mit einem „Schnitzel-Satt“ zu stärken. Dem Verdauungsschnaps folgte ein kleiner Spaziergang zu Henrik, wo wir bei diversen Würfelspielen unseren Tagesabschluss fanden.

 

Am Sonntag ging es dann, leider mit einer kleineren Gruppe, pünktlich um 12 Uhr in die letzte Phase des Wochenendes. Es stand eine zweistündige Trainingseinheit auf dem Programm, in der die Inhalte des Vortages vertieft und ausgebaut wurden. Nach der Mittagspause stand um 16.30 Uhr abschließend ein weiteres Trainingsspiel auf dem Programm. Gegner über 3x 20 Minuten war dieses Mal die neugegründete 2. Herren der Fortuna aus Lebenstedt. Trotz hoher Trainingsbelastung konnten wir das Spielgeschehen bestimmen und zeigten uns deutlich frischer und wacher als der Gegner. Die geübten Abläufe wurden weiter erprobt, mit etwas besserem Erfolg als am Vortag, was aber auch an dem nicht ganz so starken Gegner lag. Ebenso haben wir das schnelle Spiel forciert und es gab ein paar Einblicke was denn so in der Saison möglich sein könnte. Abstellen müssen wir die noch deutlich zu häufigen technischen Fehler, ebenso könnte der Blick und damit auch der Ball öfter zum besser platzierten Nebenmann gehen.

Der gebundene Angriff lief deutlich besser als am Vortag, was man auch daran erkennen konnte, dass sich deutlich mehr Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Im letzten Drittel wurden dann so langsam die Beine schwer, sodass sich ein offener Schlagabtausch entwickelte mit reichlich Toren auf beiden Seiten. Endstand nach einer erkenntnisreichen Partie war 30:22 für unsere Herren.

Den Abend ließen wir anschließend noch bei kühlen Getränken zusammen mit den Gästen, Schiedsrichtern und Zuschauern ausklingen.

 

Aufgrund der Wochenendbelastung gab Manuel den Montag frei, dafür stand am Donnerstag ein weiteres Testspiel zum Ende der Vorbereitung an. Gegen die Handballer der SG Börde IV galt es, wie in den Testspielen zuvor, die frisch einstudierten Abläufe abzurufen und unter Wettkampfbedingungen zu testen. Bei der Besprechung zum Spiel war Manuel „fast überfordert“, denn überraschenderweise hatte er mehr Rückraum- als Außenspieler zur Verfügung und konnte nahezu aus dem Vollen schöpfen. Das Spiel über erneut 3x20 Minuten unterlag einigen Schwankungen. Die anfangs gespielten Spielzüge liefen recht ordentlich, die Abwehr war im Zusammenspiel mit dem Torwart auf der Höhe, lediglich die Chancenverwertung war mangelhaft. Börde stellte sich leider schnell auf unsere Spielzüge und Abläufe ein, was unser Offensivspiel erschwerte. Aufgrund der vielen Wechsel gab es im Angriff und Abwehr einige Unstimmigkeit, sodass wir nach dem ersten Drittel verdient mit 9:11 hinten lagen. Im zweiten Abschnitt zeigten wir unsere beste Leistung der Vorbereitung. Wir hatten uns endlich auf die vielen Kreisanspiele eingestellt und konnten durch Ballgewinne über die zweite Welle leichte Tore erzielen. Im Angriff wurden durch gute Einzelleistungen Freiräume geschaffen, welche im Gegensatz zum 1. Drittel konsequent genutzt wurden.Die üblichen Wechsel klappten diesmal besser und so konnten wir den Rückstand in eine 21:20 Führung  drehen. Im Schlussdrittel merkte man allen Spielern die tropischen Temperaturen in der Halle und den leeren Tank an. Dies hatte zur Folge, dass es auf beiden Seiten große Lücken und teilweise schlechte oder gar keine Rückwärtsbewegungen gab, sehr zum Unbehagen der Torhüter. Am Ende hatten wir bei dem Hin und Her das bessere Ende und konnten unseren Vorsprung zum 33:32 Endstand ins Ziel retten.

Alles in allem kann man sagen, dass das Trainingslager ein Erfolg war. Sowohl auf der sportlichen Seite, als auch für die mannschaftliche Geschlossenheit. Es wird in dieser Konstellation bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein.